7 Tage nach 7 Wochen Praktikum bei The European

Sieben Tage sind vergangen nach sieben Wochen Praktikum bei The European. Nun heißt es: Bilanz ziehen.

Es gab Interviews, die ich selbst führen durfte. Noch mehr Interviews, die ich transkribieren durfte. Ich weiss jetzt: Es gibt einen eklatanten Unterschied beim Spaßfaktor zwischen ersterem und letzterem.

Es gab unzählige Situationen. Vorbereitete wie unvorbereitete. Vor allem eine unvorbereitete Situation zeigte mir: Ich kann improvisieren. Und: Ich habe gelernt: Dinge können trotzdem funktionieren. (An dieser Stelle: Einen lieben Gruß an Daniel.)

Ich weiß nun, wie es ist, wenn in Redaktionssitzungen über politische Theorie debattiert wird und man selbst Philosophie und Wirtschaft studiert hat. Und dann weiß ich nun auch, wie es ist, wenn auf einmal auch der Chef nachfragt. Und, wie es ist, dann doch ein gutes Factsheet zu einer politischen Debatte abgegeben zu haben.

Ich weiß, es macht keinen Spaß, Interviews nach brauchbaren Zitaten zu durchforsten. Ich weiß, dass es dann aber trotzdem ein schöner Moment ist, Dinge auf der Seite zu sehen, an deren Entstehungsprozess man beteiligt war.

Auch wenn Klaus Farin mir im Interview sagte, die Umschreibung “Generation Praktikum” sei nicht mehr als ein “Marketingbegriff”. Vielleicht ist es wirklich ein vom Marketing geprägter Begriff. Was es dann heißt, dieser Generation anzugehören, ist eine ganz andere Frage .Und die muss dann wohl jeder für sich beantworten.

Ich weiss jetzt also, was es für mich heißt, der Generation Praktikum anzugehören. Zumindest in Hinblick auf The European. Es heißt: Auch mal Milch für alle nachkaufen. Aber auch: Nicht für andere Kaffee kochen müssen. Zumindest, bis die Kaffeemaschine aufgibt und zu stillschweigender Resignation aller Betroffenen (sprich: ALLE, da alle kaffeetrinkend) führt. Es heißt: Manchmal Kompromisse machen. Aber dann wiederum auch, manchmal Dinge durchsetzen, die man selbst gern machen würde. Und wenn das möglich ist, dann kauft man auch gern Milch ein. Oder Joghurt mit 0.1% Fett für ernährungsbewusste Herren.

Die Bilanz nach sieben Wochen zeigt mir selbst nun: Ich habe viel gelernt. Und viele neue Erfahrungen gemacht. Positive als auch negative. Aber mehr positive in jedem Fall. Und Positives lässt sich ja bekanntlich auch aus Negativem machen.

Also, liebe Redaktion: MERCI BEAUCOUP an euch alle. Schön war’s.

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    Schön, dass du nicht nur Positives schreibst! Aber Interviews transkribieren? Das ist die letzte Arbeit, die ich in einem Praktikum machen wollte (noch vor Kaffee kochen). Es sei denn, es sind meine eigenen Interviews und es gibt sonst niemanden, der das für mich machen kann.