Grüße aus dem Weinberg

By Stephan A. cc:BY-SA

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Wer sich berufen wähnt, Illuminierendes zu ergänzen, sei ausdrücklich dazu ermuntert. (Auszug aus einem apokryphen The European-Dokument)

Ja, heute fühle ich mich berufen, Illuminierendes zu ergänzen und über meine Zeit bei TheEuropean zu berichten. Eines vorab: es war eine schöne Zeit. Zufrieden schaue ich auf sechs Wochen zurück, die meine Semesterferien bereichert haben. Als Debattenmagazin zeichnet sich die Seite vor allem durch eines aus: kaum eigener Inhalt. Das sei jedem neuen Praktikanten gesagt.

Den eigenen Namen liest man in der Regel nur bei Interviews. Die darf man eigenständig und mit teilweise richtig bekannten Menschen führen. So durfte eine Praktikanten-Kollegin etwa mit Daniel Schuhmacher sprechen!!! Wow. Wem der Name nichts sagt: dieser Mensch hat einmal DSDS gewonnen. Mir wurde gar die Freude zuteil, mit dem Frontmann von Reamonn sprechen zu können, um anschließend von der Auflösung der Band berichten zu können. Schön war’s.

Aber im Ernst. Die Arbeit ist abwechslungsreich und bietet viele Freiheiten. Eigene Themen darf man nicht nur einbringen, man soll! Auch als Praktikant ist man stark am Entwicklungsprozess der Seite beteiligt. Vorschläge werden nicht nur wahr-, sondern auch aufgenommen – meine ich zumindest. Infrastrukturell perfekt gelegen bietet die Oranienburger Straße zudem allerhand gute Möglichkeiten, seine Mittagspausen zu verbringen. Bewährt sich die Pizza für 3,80 Euro. Kollege Florian Lindemann genehmigte sich die Pasta für wenige Cent mehr. Wohl gesättigt kehrt man dann auch in den Weinberg zurück, den es neu zu bestellen gilt.

Und dort im ersten Stock, wo Gutes reifen soll, da herrscht auch die passende Atmosphäre. Angenehm und ungezwungen. Aber dennoch anspruchsvoll. Sarrazin und Stuttgart 21 waren die dominierenden Themen während meines Aufenthaltes. Enormes Debattenpotenzial! Ohne Skandale und Eklats geht’s aber auch. Da hat die Seite trotzdem ihren Reiz, weil sie sich bewegt. Und die Menschen bewegt. Alex  hat schon was Tolles auf die Beine gestellt. Und ich durfte dabei sein. Danke!