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Börsenmedien AG zieht Investitionszusage für The European zurück

Der Mehrheitsgesellschafter von The European, die von Bernd Förtsch geführte Börsenmedien AG, hat ihre Zusage, als langfristiger Partner bei The European zu investieren, zurückgezogen. Diese Ankündigung kam für das Team von The European überraschend. Sie hat fundamentale Auswirkungen, weil das Magazin The European so, wie es nach dem Einstieg der Börsenmedien AG als Mehrheitsgesellschafter im vergangenen Dezember aufgesetzt wurde, ohne Kapital nicht weiter geführt werden kann. The European hat daher gegenüber allen Mitarbeitern und der Geschäftsführung Kündigungen ausgesprochen.

 

Die Enttäuschung bei The European ist immens. Die Börsenmedien AG hatte bei Übernahme der Anteilsmehrheit an The European erklärt, in das Wachstum von The European zu investieren und sich langfristig zu engagieren. So hatte die Börsenmedien AG den Ausbau des englischsprachigen Auftritts von The European und eine Erweiterung der Print-Ausgaben in Aussicht gestellt.

 

Die Geschäftsführung von The European bereitet nun die Schließung des Magazins vor. Zeitgleich gibt es Verhandlungen mit einem Verlag, der sich vorstellen kann, das Magazin The European in sein Angebot zu integrieren.

 

Das Team von The European bedankt sich an dieser Stelle bei all seinen Kolumnistinnen und Kolumnisten, Autorinnen und Autoren und den Partnern, mit denen wir in den vergangenen sechs Jahren gut und vertrauensvoll zusammen gearbeitet haben. Wir möchten auch allen unseren Leserinnen und Lesern, für Ihr Interesse an den Debatten, die wir angestoßen und begleitet haben, sehr herzlich danken.

The European wird 6

Liebe Freunde,
liebe Leser,

am 29. Mai 2009 haben wir The European gegründet! Wir können mit Fug und Recht sagen, dass wir mit dem Debatten-Magazin einen Nerv der Zeit getroffen und seit der Gründung vieles geleistet haben, um der Idee, die hinter The European steckt, gerecht zu werden.

Viele haben uns damals, mitten in der Medienkrise, ein oder zwei Jahre gegeben – nun sind es sechs.

Inzwischen gibt es The European nicht nur online, sondern auch im Print. Natürlich geht die Krise der Medien auch an uns nicht einfach vorbei, aber bislang haben die Leidenschaft unserer Autorinnen und Autoren, viele treue Leser, der große Einsatz des Teams und etwas Glück dieses ambitionierte journalistische Projekt weiter vorangetrieben.

Qualitäts-Journalismus steht vor vielfältigen Herausforderungen. Wir waren, sind und bleiben eine der möglichen Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Medien.

Wir danken allen, die uns in den vergangenen Jahren begleitet haben: bleiben Sie uns treu. Vor uns liegen spannende Zeiten!

Ihr European-Team

Der neue The European ist ab dem 12. März am Kiosk!

120 Seiten Streitkultur – u.a. mit Anne Applebaum, Nigel Farage, John Major und Dietmar Bartsch.

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Unsere Titeldebatte: Reformers – so erneuert sich der Islam

Reformer haben dem Islamischen Staat und Boko Haram den Kampf angesagt. Die bislang schweigende Mehrheit der Muslime kämpft bereits für eine Erneuerung ihrer Religion. Was kann die islamische Gemeinschaft der Gläubigen den Radikalen unter ihnen entgegnen?

Weitere Debatten:

  • Der Westen vs. Putin – Jetzt den Krieg verhindern. Ehrlicher Dialog zwischen Russland und der EU ist der einzige Weg, die Krise zu beenden. Doch wie schafft man es, mit Worten Kriegstrommeln zu übertönen?
  • Linkspartei vs. Alle – Outlaws retten die Demokratie. Keine Partei polarisiert so sehr wie die Linke. Ist diese Partei das nötige Korrektiv für die deutsche Parteienlandschaft?
  • Politik vs. Heuschrecken – Auf ins letzte Gefecht. Die Heuschreckendebatte ist aktueller denn je. Denn beendet ist der Machtkampf zwischen Politik und Finanzsystem noch lange nicht. Kann und muss die Politik die Macht der Heuschrecken brechen?

 

Hier können Sie das Heft schon heute bestellen: http://kiosk.theeuropean.de

Gunnar Sohn schreibt 200. Kolumne

gunnar

Unser Kolumnist Gunnar Sohn hat mittlerweile seine 200. Kolumne bei uns veröffentlicht. In den fast vier Jahren als Autor stürzte er sich Woche für Woche in digitale Untiefen und stellte die “liebwertesten Gichtlinge” an den medialen Pranger.

Die Redaktion verneigt sich und sagt: Vielen Dank!

Mit-Kolumnist Alexander Wallasch (auch er nähert sich in großen Schritten der 200) nimmt das Jubiläum zum Anlass für eine kleine Hymne:

Lieber Gunnar Sohn,

meine herzlichen Glückwünsche zur 200. Kolumne für „The European“!

Das ist natürlich gemessen am Zeitfenster schon quantitativ eine Meisterleistung. Nimmt man nun noch die Qualität Ihrer Arbeit Woche für Woche, bewegt man sich ganz schnell im Bereich weiterer Superlative. Noch viel mehr, wenn man nüchtern feststellen muss, das Sie alles andere sind, als ein Haudrauf-Kolumnist. Beitrag für Beitrag ist eine Akribie – eine große Sorgfalt – lesbar, die im Vergleich mit Anderen im positivsten Sinne etwas anachronistisches hat.

Schaut man sich nur beispielsweise ihre erste Arbeit aus dem Jahre 2011 an, dann weht da etwas angenehm herüber aus einer seltsam monochromen Welt. Da liest man von der Aufforderung, „Jeder Schüler sollte einen Computer an seinem Arbeitsplatz haben. Mit ausgeklügelten Lernsystemen könnten Lehrer den Wissensstand jedes Schülers genauer analysieren“ – Damals eine kluge Forderung, die heute durchaus erfüllt ist. Mehr noch: Lehrer hecheln heute technisch ihren Schülern hinterher, wie die Katze der Maus.

Bedenkt man nun weiter, dass Sie all das, was Sie hier tun quasi ehrenamtlich erledigen, wird aus dem großen Schuh ein Siebenmeilenstiefel.

Übrigens: Ihre fundierten und qualitativ regelmäßig auf höchstem Niveau rangierenden Kolumnen sind in den Jahren zu so etwas wie einem Anker auch für alle anderen Kolumnisten des „The European“ geworden. Ist es doch Ihre qualitative Kontinuität, die es uns anderen erlaubt, immer wieder mal über die Stränge zu schlagen.

Danke und herzlichen Glückwunsch also!

“Was Geduld hat, kann alles überstehen.”
– François Rabelais